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In Zeiten von Krieg und Frieden


Israels bekanntester Gruß ist „Schalom!“. In fast jedem Gespräch wünschen wir einander Schalom. Dies drückt die Sehnsucht der Menschen weltweit aus. Es entspricht Israels Gott des Friedens.

Doch wird dieser Wunsch wirklich gefördert? Sind nicht irdischer Besitz, eitle Ehre, Mord und Totschlag zu bestimmenden Prinzipien der menschlichen Existenz geworden? Deshalb erwählte sich der große Schöpfer des Universums durch treue Diener wie Abraham, Mose, die Propheten und andere ein kleines, gesetzestreues Volk: Israel.

Israel wurde unaufhörlich vom Feind unserer Seele angegriffen, verfolgt und gemordet. Am 7. Oktober 2023 erlebte es erneut einen Vernichtungskrieg, der sich zu einem mehrjährigen Konflikt ausweitete. Als 95-jähriger Holocaust-Überlebender sehe ich die Parallelen zu heute deutlich. Anfangs unterstützten die westlichen Nationen Israel bei der Verteidigung gegen die Hamas. Israel verfügt über die besten und am besten ausgerüsteten Soldaten in den Reihen der israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF). Derzeit dienen 2 meiner Enkelkinder in der IDF.

Jeder Angriff muslimischer Terroristen wurde mit aller Härte zurückgeschlagen. Ganze Ränge ihrer tyrannischen Anführer wurden im Nu eliminiert. Waren sie zu verblendet, um zu erkennen, dass sie nicht nur gegen Juden kämpften, sondern gegen Israels allmächtigen Gott?

Dennoch haben Tausende israelischer Familien immenses Leid ertragen müssen, das uns von den Angreifern an 7 Fronten zugefügt wurde. Ich habe über die verbrecherischsten dieser Taten geschrieben, über den Verlust von Menschenleben, über bleibende Verletzungen, zerstörte Häuser und verlorene Existenzgrundlagen.

Auch wir persönlich erlebten Raketenexplosionen in unserer Nachbarschaft und monatelang Hunderte von Alarmsirenen, Tag und Nacht, bei denen auch meine Frau Leah und ich in den Luftschutzbunker eilten.

Dann, am ersten Tag des Passahfestes, stürzte ich zu Boden und wurde blutend mit dem Krankenwagen zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Daran erinnere ich mich noch.

Augenzeugen erzählten mir, dass ich während meines sechstägigen Aufenthalts auf den provisorischen, bombensicheren Stationen im Keller des Krankenhauses die Augen öffnete und auf Deutsch, Englisch, Polnisch und Schwedisch zu allen Anwesenden sprach: „Ihr kämpft nicht gegen Israel. Wer gegen Israel kämpft, führt Krieg gegen den Gott Israels!“ Ich hatte noch viel zu sagen, hielt mich aber zurück.

Heute sitze ich wieder an meinem Schreibtisch und arbeite. Ich danke Gott für den Schutz vor Schlimmerem. Wahrlich, wir sind ein Volk von Überlebenden. Schalom!