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Waren die jüdischen Urväter fehlbar?


David B. Goldberg, M.A.

Kürzlich habe ich über die Verfehlungen der jüdischen Urväter nachgedacht.

Jede Woche werden am Morgen des Schabbat in der Synagoge während des Gottesdienstes ein paar weitere Kapitel der Thora (des Pentateuch) gemäß des Jahreszykluses gelesen. Juden verfolgen die Geschichte von der Schöpfung bis hin zum Entstehen der jüdischen Nation. Viele Ereignisse sind traurig, manche tragisch oder sogar beschämend.

Und dennoch hat Gott dieses Volk auserwählt als Gefäß, um sein Wort in die Welt zu bringen sowie als Erblinie, durch die der Messias kommen und der Welt Frieden bringen würde.

In 2 Fällen drängt Abraham seine Frau Sarah dazu, so zu tun, als wäre sie seine Schwester. Die Täuschung fliegt auf und gefährdet beider Leben. Jakob und Esau werden zu erbitterten Rivalen. Jakob fürchtet um sein Leben, als er von der Rückkehr Esaus nach Jahren der Abwesenheit erfährt. Josephs Brüder verkaufen ihn in die sichere Sklaverei und täuschen ihren Vater darüber hinweg. Juda lässt sich mit einer Frau ein, die sich als seine Schwiegertochter entpuppt. Als Moses zum ersten Mal als Erwachsener erwähnt wird, bringt er einen ägyptischen Aufseher um, der einen Israeliten schlug.

Das ist verstörend. In der Tat ist das nicht der Stoff, aus dem die Sonntagsschul-Lektionen für junge Kinder gemacht werden! Die Verfehlungen dieser frühen Persönlichkeiten der Bibel sind keine geringen. Sie stellen tatsächlich einen Mikrokosmus der gesamten Menschheit mit all seinen Unzulänglichkeiten dar.

Gottes Erwählung Israels und seine Versprechen an die Vorväter blieben für immer unverändert bestehen, sogar als die Israeliten aus ihrem Land vertrieben wurden. Über 2 Jahrtausende hinweg wurden die Juden zum Licht der Nationen, welches die Lehren der Thora überbringt, während sie verfolgt, unterdrückt und staatenlos waren. (Gleichermaßen sind alle Bibelgläubigen bestimmt, Mitteiler der Frohen Botschaft an die Welt zu sein, obwohl alle Menschen eine sündhafte Natur besitzen.)

Heute ist das jüdische Volk als Erfüllung Gottes ewiger Verheißungen wieder in seinem Heimatland und gedeiht prächtig, obwohl es immer noch von Feinden ringsum bedroht wird. US-Präsident Trumps-Friedensplan weist darauf hin. Die Nöte und Herausforderungen bestehen weiterhin, aber Israel ist sicher und von Gott gesegnet.

Dies Licht scheint weiterhin den Nationen – Gott sagte, dass alle Familien dieser Erde durch Israel gesegnet würden (1. Mo. 12, 3) – und Sie, unsere Leser, machen einen wesentlichen Anteil daran aus, indem Sie für das jüdische Volk beten und es segnen in Zeiten seiner Not.

– Red.