Nachdem der Raketenbeschuss der Hisballah aus dem Libanon auf Israel am 27. November 2024 eingestellt wurde, die 12 Tage andauernden Kämpfe im Iran am 24. Juni letzten Jahres endeten, im Gazastreifen am 10. Oktober letzten Jahres ein Waffenstillstand erklärt wurde und die Bombardierung Israels durch jemenitische Raketen aufhörte, war es vernünftig anzunehmen, dass Israels jüngster Krieg beendet war.
Das wäre jedoch eine erhebliche Vereinfachung. In den letzten 2 Jahren sprach Israels Premierminister Benjamin Netanyahu oft vom Siebenfrontenkrieg. Dieser Krieg dauerte ununterbrochen mit keinem Tag Pause an, noch nicht einmal für einen einzigen Tag, selbst wenn es Schlachtfeldpausen gab. Darüber hinaus gibt es andere Parteien, wie die Türkei, die begierig darauf sind, den islamistischen Kreuzzug gegen Israel zu führen.
Das iranische Regime und seine regionalen Verbündeten und Stellvertreter haben sich hyperaktiv mit der Wiederbewaffnung für die nächste Runde beschäftigt.
Laut dem israelischen Inlandsgeheimdienst (Shin Bet) wurden letztes Jahr 25 Menschen wegen Spionage für den Iran verhaftet. Die Zahl der Spionagefälle hat sich 2025 gegenüber 2024 vervierfacht, was wiederum viermal so viele Fälle wie 2023 waren.
Verhaftungen wegen terroristischer Vorfälle nehmen zu:
219 arabische Israelis wurden letztes Jahr verhaftet (40 gehörten zu oder arbeiteten für ISIS).
129 arabische Israelis wurden in Ost-Jerusalem verhaftet.
2,530 Araber wurden in Judäa und Samaria (der sogenannten Westbank) verhaftet, wo die Kämpfe andauern.
Zunehmend werden Dronen eingesetzt, um Waffen aus Ägypten und Jordanien nach Israel zu schmuggeln. Nach Schätzungen werden jedes Jahr 116.000 Schusswaffen und Granaten nach Israel eingeschmuggelt. Im vergangenen Oktober berichtete die israelische Nachrichtenagentur KAN, dass es „Zehntausende“ Drohnenvorfälle gegeben hat.
Das Schmuggelgeschäft ist lukrativ. Israel hat in den letzten 2 Jahren 100 illegale Tunnel von Ägypten nach Gaza entdeckt und zerstört. Sie wurden von Mahmoud el-Sisi, dem Sohn des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah el-Sisi, kontrolliert, der sich durch Gebühren in Millionenhöhen bereicherte, indem er den Schmuggel von Waren und Waffen zuließ, so dass sie die Hamas und Stammesclans in Gaza erreichten.
Palestinian Media Watch (PMW) ist eine gemeinnützige Organisation, welche die Unterstützung der Palästinensischen Autonomiebehörde für Terroristen, Hasspropaganda und Antisemitismus offenlegt.
Sie ist ein Beispiel unter Tausenden von israelischen Firmen, Agenturen und Einzelpersonen, die Opfer einer jahrelangen Kampagne von Cyberattacken geworden sind. Finanzielle, medizinische oder persönliche und kommerzielle Dateien wurden von Hackern und digitalen Vandalen gestohlen oder gelöscht.
Die Quellen der Attacken sind typischerweise China, Irak, Iran, Pakistan und Russland. Die Angriffe auf PMW sind im letzten Jahr um 650 % gestiegen.
Mittlerweile gibt es ein organisiertes arabisches Programm zur Landenteignung im gesamten biblischen Judäa und Samaria. Rund 260 Hektar Land wurden gestohlen, auf denen 30.000 Gebäude illegal errichtet wurden, einige davon 20 Stockwerke hoch.
Ein Großteil der Finanzierung kommt aus der Europäischen Union, die entschlossen ist, die „Westbank“ allein für Araber zu beanspruchen, einen de facto palästinensischen Staat.
Premierminister Netanyahu spricht von Israels Krieg an multiplen Fronten. Es gibt zusätzliche Fronten jenseits der Grenzen. Die wöchentlichen Anti-Israel-Proteste weltweit, die Bewegung zum Boykott Israels, die politische Ausgrenzung Israels und die anti-israelische Agenda der Nachrichtenmedien sind alles Bereiche, in denen Israel täglich gegen Lügen, Täuschung und Hass kämpfen muss.
Die Intensität und Regelmäßigkeit der Angriffe haben eine Schwelle überschritten: Judenhass ist zur Normalität geworden.
Es gab eine Zeit, vor 80 Jahren, als die Regierungschefs der Welt erklärten: „Nie wieder“, und damit meinten, dass Antisemitismus nicht wieder aufkommen dürfe.
Heute werden immer noch ehrfürchtige Worte über Juden gesprochen, die im Holocaust umkamen, aber die jüngste Geschichte belegt, dass den Worten „Nie wieder“ keine Taten folgen. Freunde des jüdischen Volkes und die Juden selbst wissen, dass Judenhass „immer wieder“ passiert. Sie könnten hinzufügen: „Gott steh uns bei!“ Das ist mehr als nur eine sprichwörtliche Floskel: Es ist eine Erklärung der Gewissheit.