Kein Zutritt für Israelis: Pro-palästinensischer Jubel beim Spiel Aston Villa gegen Maccabi Tel Aviv in Birmingham, England am 8. November 2025.
_
Als ich 9 Jahre alt war und in Birmingham, England, lebte, marschierten meine Freunde und ich in den Pausen auf dem Schulhof herum und jubelten über unsere Lieblingsfußballmannschaften, Aston Villa und West Bromwich Albion.
Sechzig Jahre später lebe ich nun in Israel. Neulich erfuhr ich, dass mir die Polizei die Anreise nach Birmingham verboten hätte, wenn ich dort am 8. November mein neues Lieblingsteam, Maccabi Tel Aviv, bei deren Spiel gegen Villa anspornen wollte. Die Polizei erklärte, sie könne „die Sicherheit israelischer Fans“ während des Spiels nicht garantieren.
Birmingham, eine Stadt mit 2,7 Mio. Einwohnern (4,3 Mio. im Großraum Birmingham), ist zu 30 % muslimisch und hat 200 Moscheen. Einige Viertel sind zu 90 % muslimisch. Die Grundschule, die ich besuchte, ist heute voll von Kindern hauptsächlich aus Bangladesch, Indien und Pakistan.
Es ist jedoch nicht nur ein Zufall in den britischen Midlands. Am 29. August wurde ein Mann in London verhaftet, weil er ein Halskettchen mit einem Davidstern trug, da dies pro-palästinensische Demonstranten bei einer Demo in der Nähe „verärgern“ könnte.
Zwei Jahre lang wiederholten Demonstranten in ganz Großbritannien Slogans wie „Globalisiert die Intifada“ und „Vom Fluss bis zum Meer wird Palästina frei sein“ bis hin zu „Widerstand mit allen nötigen Mitteln“. Diese Gewaltdrohungen gegen Juden und die Zerstörung Israels werden nicht einmal verheimlicht. Beamte unternehmen nichts, um sie zu stoppen.
Die Nachgiebigkeit der britischen Regierung vor den Forderungen der Muslime ist einzigartig. Hätte irgendeine christliche oder jüdische Gruppe mit einer solchen Aufstachelung davonkommen können? Das Versenden einer privaten E-Mail an einen Freund, in der feindselige Worte über Muslime geäußert werden, hat zu Verhaftungen und Geldstrafen wegen „Islamophobie“, Hetze und anderer Vergehen geführt. Tausende Briten wurden angeklagt.
Aber gewählte Politiker brauchen die Wählerstimmen, um zu überleben, und viele Muslime gehören dazu, daher akzeptieren die Behörden die Provokationen der Demonstranten. Die Amtsträger wollen keine regierungsfeindlichen Aufstände auf ihren Straßen. Es ist besser, die Nicht-Muslime zum Schweigen zu bringen, als die gewalttätige Alternative zu haben.
Dies führt zu immer dreisteren Versuchen muslimischer Gemeinschaften, die Macht an sich zu reißen. In London, Malmö (Schweden) und New York beispielsweise haben das Bevölkerungswachstum der Muslime und gut organisierte Wahlkampagnen zu muslimischen Bürgermeistern geführt.
Wie Malmös Imam Basem Mahmoud prophezeit: „Ob es den Schweden gefällt oder nicht, in 10 oder 15 Jahren wird Schweden uns gehören.“ Die Hälfte der Bevölkerung Malmös ist bereits muslimisch („In Islamized Europe, even Jewish films are banned“, Giulio Meotti, Gatestone Institute, 22.10.25).
Muslime und ihr wachsender Einfluss in nicht-muslimischen Ländern sind nicht die einzige Sorge. Auf die Frage, was er als die größte Bedrohung für die Juden betrachtet, antwortete der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, dass der islamistische Antisemitismus zwar „brandgefährlich [sei], weil er die demokratische Ordnung wie ein trojanisches Pferd unterwandert. Damit lernt man jedoch umzugehen.“
Aber der linke Antisemitismus sei aus seiner Sicht „noch gefährlicher, weil er seine Absichten verschleiert. Er bewegt sich immer an der Grenze zwischen Meinungsfreiheit und Aufhetzungsfreiheit – und hat diese Grenze inzwischen deutlich überschritten. Deshalb ist der linke Antisemitismus für mich der gefährlichste“ (Berliner Morgenpost, 09.11.25).
Die Entwicklung außerhalb des Nahen Ostens ist düster, aber zumindest herrscht Ruhe zwischen der Hamas und Israel. Oder etwa nicht? Nachdem US-Präsident

Friedensgipfel 2025 in Sharm El-Sheikh, Ägypten am 13. Oktober.
Trump am 13. Oktober Jerusalem verlassen hatte, flog er direkt nach Ägypten zu einem Gaza-Friedensgipfel in Sharm El-Sheikh. 30 Staats- und Regierungschefs, darunter der kanadische Premierminister Mark Carney und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz, waren anwesend als Zeugen. Präsident Trump und mehrere arabische Staatschefs unterzeichneten eine Friedenserklärung, doch kein Vertreter der Hamas oder Israels waren anwesend, um ein Abkommen zu unterzeichnen.
Dennoch hatte die Erklärung enorme Auswirkungen: Während ich dies schreibe, wurden 28 lebende und 19 der 20 verstorbenen Geiseln von der Hamas freigegeben. Im Gegenzug ließ Israel Hunderte arabischer Gefangener frei.
Für Israel herrscht große Freude über jedes gerettete Leben und über jeden Leichnam, der nun mit Würde und Ehre bestattet werden kann.
Für die Hamas und ihre Bewunderer hingegen ist die Zerstörung vom 7. Oktober 2023 ein Grund zum Feiern. Terroristen sagen oft: „Ihr im Westen feiert das Leben, aber wir feiern den Tod.“ (Vor allem den Tod anderer.) Obwohl das Leid der Bevölkerung Gazas unter der Herrschaft der Hamas groß war, erfreute sich die Terrorgruppe in Gaza und in Judäa-Samaria (der Westbank) in den letzten 2 Jahren großer Beliebtheit.
Was kommt als Nächstes?
Werden die verbliebenen Hamas-Terroristen ihre Waffen niederlegen und sich zurückziehen, wie es Phase 2 des Abkommens verlangt? Nur wenige Menschen in Israel glauben daran.
Mosab Hassan Yousef, dessen Vater die Hamas mitbegründete, warnt: „Die Hamas kann keinen Frieden mit den Juden schließen … Es liegt an der Religion, es liegt am Koran, es liegt an der islamischen Ideologie. Im besten Fall kann die Hamas 10 oder 15 Jahre lang einen Waffenstillstand mit Israel halten. Das erlaubt das islamische Gesetz im Umgang mit Kufar, mit Ungläubigen, Nicht-Muslimen in einem Kriegszustand … Sie schließen keinen Frieden mit ihren Feinden…

Ich sehe keine [Entwaffnung oder Deradikalisierung] in absehbarer Zeit. Es ist tatsächlich sehr naiv, das zu glauben … Sie geben sich bereits ein neues Image als Sicherheitskräfte von Gaza oder so ähnlich. Das ist die Hamas nur unter einem anderen Namen … Die Hamas kontrolliert noch immer das Schicksal von 2 Mio. Palästinensern … Die Hamas muss zerstört werden … [Gaza] ist ein Nährboden für alle extremistischen Gruppen oder Bewegungen, die vom Iran oder sogar von Russland oder China finanziert werden … Das ist nicht Israels Schuld. Es ist die Schuld der Vereinten Nationen, die die Menschen im Unklaren gelassen und so vielen Terrorgruppen Vorteile eingeräumt hat, vor allem dem Iran” (The Erin Molan Show, 12.10.25).
Derweil geht der Dschihad (heilige Krieg) weiter.
Der Iran arbeitet weiterhin am Wiederaufbau seines Atomprogramms. Er rüstet sich und seine Handlanger Hamas, Hisballah, die Huthis, den Irak und den Sudan wieder auf („Iran Seeking to Revive the ‚Axis of Resistance‘“, Khaled Abu Toameh, Gatestone Institute, 10.11.25). Die Chinesen und andere verkaufen ihnen Waffen in einer rasenden Geschwindigkeit.
Michele Bachmann, Dekanin der School of Government an der Regent University (USA) und frühere US-Kongressabgeordnete und Anwältin, betont einen weiteren Aspekt. Sie ist besorgt über die vielen Nationen, die Gaza unter sich aufteilen, welches sie als Gottes Land und Teil des biblischen Israels betrachtet. Schlimmer noch, die Nationen drängen auf einen palästinensischen Staat (Pray Vote Stand Summit 2025, Family Research Council, 18.10.25).
Die gläubige Christin Bachmann zitierte den Propheten Joel und warnte, dass Gott gesagt hat, Er werde die Nationen im Tal Josafat (buchstäblich das Tal von Gottes Gericht) versammeln und dort mit ihnen rechten „wegen meines Volks und meines Erbteils Israel, weil sie es unter die Völker zerstreut und sich mein Land geteilt haben“ (Joel 4, 1-2).
Diese ernüchternden und warnenden Worte sollten in einer Welt unter Belagerung und in Aufruhr nicht ignoriert werden.