{"id":319,"date":"2012-12-12T02:33:20","date_gmt":"2012-12-12T00:33:20","guid":{"rendered":"http:\/\/hashivah.org\/?p=319"},"modified":"2020-06-03T11:43:24","modified_gmt":"2020-06-03T11:43:24","slug":"islam-in-a-world-of-unbelievers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hashivah.org\/de\/islam-in-a-world-of-unbelievers\/","title":{"rendered":"Der Islam in einer Welt von Ungl\u00e4ubigen"},"content":{"rendered":"<p><div id=\"attachment_100\" style=\"width: 97px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-100\" class=\" wp-image-100       \" title=\"Gabriel\" alt=\"\" src=\"https:\/\/hashivah.org\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/gabi_small-1.png\" width=\"87\" height=\"106\" \/><p id=\"caption-attachment-100\" class=\"wp-caption-text\">Gabriel A. Goldberg, M.A.<\/p><\/div><\/p>\n<p>Mehr denn je suchen Christen und Juden bei f\u00fchrenden Muslimen interreligi\u00f6sen Dialog. Doch gibt es Gr\u00fcnde, warum dies unklug ist.<\/p>\n<p><b>Im verzweifelten Bem\u00fchen \u201eGemeinsamkeiten\u201c zu pr\u00e4sentieren, erfinden diese Dialogeiferer gemeinsame Ansichten, um ihre Agenda zu untermauern. Dabei stellen sie schlichtweg verkehrte Vermutungen \u00fcber den Islam an.<\/b><\/p>\n<p><b>Nicht nur im fundamentalistischen, sondern auch im Mainstream-Islam gibt es ein grundlegendes theologisches Element rassistischen Judenhasses mit offenkundigen V\u00f6lkermord-Absichten. (Ich zeige nicht mit Fingern auf alle Muslime.) In einem solchen Kontext ist Freundschaft, geschweige denn Dialog, sittenwidrig, es sei denn die rassistische Ideologie und die Genozid-Absichten wurden nachweislich abgelegt.\u00a0<\/b><\/p>\n<p>2007 hat das <i>Yale Center for Faith and Culture<\/i> eine Erkl\u00e4rung herausgegeben: <i>Miteinander Gott und den N\u00e4chsten lieben: Eine christliche Antwort auf \u201eEin Wort, das uns und Euch gemeinsam ist\u201c, <\/i>die von christlichen Leitern und Gelehrten unterzeichnet wurde. Es wurden <i>Glaubensgemeinsamkeiten mit dem Islam<\/i> beschrieben. Dieses \u201eYale-Dokument\u201c war die Antwort auf eine fr\u00fchere Erkl\u00e4rung f\u00fchrender muslimischer Gelehrter und Leiter weltweit, die auf Christen zugingen.<\/p>\n<p>Die christliche Erkl\u00e4rung sagt nicht ausdr\u00fccklich, der Gott der Bibel und der Allah des Islams seien ein und derselbe, doch geht der Versuch einer solchen Schlussfolgerung aus der Wortwahl hervor. Wiederholt werden beide Gott genannt, egal, ob es sich um Gott oder Allah handelt, um das Christentum oder den Islam. Damit wird sehr stark impliziert, Christen, Juden und Muslime w\u00fcrden denselben Gott anbeten. (Bitte lest dazu <i>HASCHIWAH, Jahrgang 35, Nr. 1, <\/i>\u201eIst Allah der Gott der Bibel? Eine j\u00fcdische Sicht\u201c, und seht, warum Gott und Allah nicht derselbe sind.)<\/p>\n<p>Die Unterzeichner repr\u00e4sentieren das gesamte Spektrum christlicher Denominationen, von katholisch, episkopal, lutherisch, orthodox, bis zu zahlreichen evangelikalen Gruppen. Wie zu erwarten, sind unter den Unterzeichnern auch der aktiv pro-pal\u00e4stinensische Rev. Bill Hybels (<i>Willow Creek Community Church<\/i>) und der vehemente Gegner des christlichen Zionismus, der pro-pal\u00e4stinensische und anglikanische Autor und Ersatztheologe Rev. Colin Chapman. Andere Unterzeichner sind Rev. David Yonggi Cho (<i>Yoido Full Gospel Church<\/i>, Seoul, Korea); Richard Mouw (Pr\u00e4sident des <i>Fuller Theological Seminary<\/i>); David Neff (Redakteur von <i>Christianity Today<\/i>); Rev. Robert Schuller (<i>\u201eHour of Power\u201c<\/i>); Rev. Berten Waggoner (Nationaler Direktor von <i>Vineyard USA<\/i>); Rev. Rick Warren (<i>Saddleback Church<\/i>).<\/p>\n<h2>Mohammed der Vergebende?<\/h2>\n<p>Es ist fragw\u00fcrdig, warum in der Erkl\u00e4rung in extremer Weise muslimische Gef\u00fchle unterw\u00fcrfig ber\u00fccksichtigt wurden. Doch v\u00f6llig bizarr wird es, wenn die Vergebungsworte Jesu am Kreuze: <i>\u201eVater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun\u201c<\/i> (Luk. 23, 34) mit denen Mohammeds verglichen werden, der sagte, man solle denen vergeben, die einem Unrecht tun.<\/p>\n<p>Was auch immer Mohammed in diesem <i>einen<\/i> Moment andeutete \u2013 auch wer nur Grundkenntnisse hat \u00fcber Mohammed und die Ausbreitung des Islams von dessen ersten Tagen wei\u00df, er war Anf\u00fchrer einer Bewegung, f\u00fcr die Rache und Massaker normal waren. Seit 1400 Jahren wird diese seine Tradition an nachfolgende Generationen weitergegeben. Auch heute ruft jede als Beleidigung wahrgenommene \u00c4u\u00dferung gegen den Islam gew\u00f6hnlich weltweit gewaltt\u00e4tige Reaktionen von Muslimen hervor. Denken wir an die \u201eMohammed-Karikaturen-Aff\u00e4re\u201c, die \u201eSalman-Rushdie-Aff\u00e4re\u201c oder die k\u00fcrzlichen <i>Koran-<\/i>Verbrennungen in Afghanistan.<\/p>\n<p>Mohammed mit Jesus zu vergleichen ist so absurd wie Al Capone mit Mutter Theresa oder Dschingis Khan mit Jesus zu vergleichen. Dschingis Khan soll gesagt haben: \u201eWenn mein Leib stirbt, lass ihn sterben, mein Land aber lass nicht sterben.\u201c Dies \u00e4hnelt doch auch dem, was der Hohepriester Kaiphas \u00fcber Jesus sagte: <i>\u201eEs ist uns besser, ein Mensch sterbe f\u00fcr das Volk, als dass das ganze Volk verderbe\u201c<\/i> (Joh. 11, 50). Doch keiner w\u00fcrde auf Grund einer einzigen \u00c4u\u00dferung den mongolischen Krieger und Herrscher, Dschingis Khan, der Millionen von Menschen qu\u00e4lte, mit Jesus vergleichen.<\/p>\n<p>Mohammeds Karriere als Prophet des Islams ist untrennbar von seinem Leben als Krieger. Angefangen mit wenigen M\u00e4nnern, die auf Beutezug H\u00e4ndlerkaravanen \u00fcberfielen, leitete er sp\u00e4ter eine Armee von 30.000 M\u00e4nnern an der Oase von Tabuk.<\/p>\n<p>Der j\u00fcdische Stamm Quraiza in Medina, Arabien, erfuhr Mohammeds \u201evergebende\u201c Gesinnung so: Nachdem die Juden sich ergeben hatten, wurden alle M\u00e4nner, ca. 600 bis 900, vor Gr\u00e4ben aufgestellt und gek\u00f6pft. Frauen und Kinder wurden in die Sklaverei verkauft. Das Ereignis wurde vom Biographen Mohammeds, Ibn Ishaq, beschrieben und wird im Koran (Sure 33, 26) erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Statt sich unabh\u00e4ngig vom Kontext auf eine Aussage zur Vergebung zu konzentrieren, w\u00e4re ein historisch exakterer Vergleich des Yale Centers wirklich jener zwischen Mohammed und Dschingis Khan gewesen. Der Anf\u00fchrer aus dem 13. Jahrhundert, der die mongolischen St\u00e4mme vereinigte, sagte: \u201eEs ist das gr\u00f6\u00dfte Vergn\u00fcgen, deine Feinde zu bezwingen, sie vor dir zu vertreiben, sie ihres Reichtums zu berauben und die, die ihnen nahe stehen, in Tr\u00e4nen aufgel\u00f6st zu sehen, ihre Pferde zu reiten und ihre Frauen und T\u00f6chter an deinen Busen zu dr\u00fccken.\u201c<\/p>\n<p>Der in muslimischen Berichten beschriebene Umgang Mohammeds mit den j\u00fcdischen St\u00e4mmen Quraiza aus Medina und Bani-Nadir aus Khaibar deckt sich mit den Standards von Dschingis Khan. Nach dem Koran und dem <i>Hadith <\/i>(die autoritative Sammlung von Mohammeds Spr\u00fcchen und Taten) ermunterte Mohammed zu und beteiligte sich an Angriffskriegen, Vertragsbr\u00fcchen, Vertreibungen, Massakern, Torturen, Meuchelmorden, Hinrichtungen, Pl\u00fcnderungen, Erpressung von Geldern und der Versklavung, alles autorisiert durch Allah. Bezeichnenderweise verstanden seine Nachfolger und Erben sein Leben so und wollten es nachahmen.<\/p>\n<p>Der Vergleich zwischen Jesus und Mohammed ist so absurd, dass man vor Augen hat, wie seine Verfechter versuchen, ein Kamel durch ein Nadel\u00f6hr zu zw\u00e4ngen. Doch wenn diese christlichen Leiter nicht f\u00e4hig sind, grundlegend zwischen Jesus und dem Krieger-Propheten des Islams zu unterscheiden, dann sollte es keinen wundern, wenn sie auch nicht zwischen Gott und Allah unterscheiden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>\u00d6kumenischer Dialog oder Genozid?<\/h2>\n<p>Einige Christen und Juden sind entschlossen, die interreligi\u00f6sen Unterschiede zum Islam zu \u00fcberbr\u00fccken, lassen dabei historische und biblische Exaktheit au\u00dfer Acht, und sehen nur Gemeinsamkeiten. Aber sollten Christen und Juden \u2013 ob politisch korrekt oder nicht \u2013 ihre H\u00e4nde den Muslimen entgegenstrecken, ohne ernste Fragen zu stellen? Ich bin nicht gegen freundschaftliche Beziehungen zwischen christlichen und muslimischen Nachbarn, sondern beziehe mich auf die jeweiligen <i>Leiter,<\/i> die Vermittler korrekter Glaubensinhalte. Solange der <i>Mainstream<\/i>-Islam die Idee verbreitet, Juden seien S\u00f6hne von Affen und Schweinen, oder schlimmer, die Idee eines Genozids an Juden f\u00f6rdert, sind interreligi\u00f6se Nettigkeiten v\u00f6llig unangebracht.<\/p>\n<p>Nach einem der ber\u00fcchtigsten Hadiths werden alle Juden get\u00f6tet, wenn die Letzte Stunde (die muslimische Auferstehung, der Tag des Gerichts) kommt. Mohammed sagt: \u201eDie Letzte Stunde kommt nicht, bevor die Muslime mit den Juden k\u00e4mpfen und die Muslime sie t\u00f6ten, sodass sich die Juden hinter Steinen und B\u00e4umen verstecken, und der Stein und der Baum sprechen werden: \u201aOh Moslem, Diener Allahs, hier ist ein Jude hinter mir, komm und t\u00f6te ihn\u2018\u201c (aus dem <i>Sahih<\/i> von Muslim ibn al-Hajjaj, der unter Muslimen zu den authentischsten Hadith-Sammlungen geh\u00f6rt). Kurz gesagt ist damit die T\u00f6tung von Juden eine <i>Voraussetzung <\/i>f\u00fcr den Tag des Gerichts.<\/p>\n<p>Wo ist die \u201eGemeinsamkeit des Glaubens\u201c, und wozu Dialog, wenn der echte muslimische Gl\u00e4ubige in Wirklichkeit weiterhin behauptet: \u201eDer Gott, an den wir beide, Muslime und Juden glauben, verlangt von mir, letztlich alle Juden zu t\u00f6ten\u201c? Dies ist nicht nur irgendeine apokalyptische, eschatologische Doktrin, sondern eine <i>Pflicht <\/i>f\u00fcr Muslime.<\/p>\n<p>Eiferer des interreligi\u00f6sen Dialogs und muslimische Apologeten spielen diesen Hadith als heute nicht mehr relevant herunter und meinen, seine wortw\u00f6rtliche Interpretation sei ein islamistischer Auswuchs. Leider ist das mehr Wunschdenken als Realit\u00e4t. Die meisten Muslime glauben <i>wirklich<\/i> an diesen Hadith und halten ihn f\u00fcr autoritativ und relevant. Wie eine Meinungsumfrage unter den Pal\u00e4stinensern \u2013 unter den h\u00f6chstgebildeten Arabern \u2013 im Juli 2011 zeigte, glauben 73\u00a0% von ihnen an diesen Genozid-Hadith im <i>wortw\u00f6rtlichen<\/i> Sinne. Muslimische Gesinnungen gegen\u00fcber Juden in \u00c4gypten, Jordanien, der T\u00fcrkei und anderswo sind ebenso. Der Optimismus der Dialogeiferer basiert damit wohl auf den <i>restlichen <\/i>27 % der nicht ganz so extremen Muslime.<\/p>\n<h2>Juden, Affen und Schweine<\/h2>\n<p>Was die Darstellung von Juden als \u201eS\u00f6hne von Affen und Schweinen\u201c anbelangt \u2013 trotz der irref\u00fchrenden Leugnung einiger muslimischer Apologeten, so etwas bef\u00e4nde sich nicht im Koran \u2013 gr\u00fcndet sich dies auf den Koranvers Sure 5, 60 und andere. F\u00fchrende Koranausleger des Mittelalters (al-Tabari, 10. Jh.,und al-Qurtubi, 13.<sup>. <\/sup>Jh., und andere) beschreiben wie Juden von Allah bestraft und in Affen und Schweine verwandelt wurden.<\/p>\n<p>Die Darstellung von Juden als Affen und Schweine ist in den wichtigsten religi\u00f6sen Quellen des Islams (Koran und Hadith) tief verwurzelt \u2013 wie auch die Vorhersage ihrer Vernichtung. Obwohl dies sehr primitiv in westlichen Ohren klingt, kommt diese rassistische Einstellung f\u00fchrenden Muslimen auch <i>heute<\/i> regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Lippen.<\/p>\n<p>Der wichtigste moderne sunnitische Kleriker Dr. Muhammad Sayyid Tantawi (Gro\u00dfimam der Al-Azhar-Moschee und Gro\u00dfscheich der Al-Azhar-Universit\u00e4t in Kairo mit weltweit f\u00fchrender Mainstream-Koranschule) sprach bis zu seinem Tod 2010 in seinen Predigten regelm\u00e4\u00dfig von Juden als Nachwuchs von Affen und Schweinen, nicht nur als vergangenes Ereignis aus dem Koran, sondern bezogen auf die Juden heute und als Ganzes.<\/p>\n<p>Leicht schreibt man einen solchen antisemitischen Glauben radikalen Islamisten, der<i> Hamas, <\/i>der<i> Hisballah <\/i>und den Klerikern des Irans zu. In Wahrheit ist dieser Glaube aber weit verbreitet und wird von Imamen in Moscheen in der gesamten islamischen Welt als w\u00f6rtlich zu nehmen gepredigt. In der wichtigsten Moschee Mekkas, der Al-Haraam-Moschee, hat Imam Scheich Abd Al-Rahman Al-Suddayis gebetet, Allah m\u00f6ge die Juden vernichten, den \u201eAbschaum der menschlichen Rasse, die Ratten der Welt \u2026 und die Nachkommen von Affen und Schweinen.\u201c<\/p>\n<p>Auch der Scheich Ibrahim Mahdi von der Pal\u00e4stinensischen Autonomiebeh\u00f6rde predigte seinen Gemeindegliedern, s\u00e4mtliche Waffen gegen die Juden zu erheben, die \u201eAllah als Menschenaffen und Schweine\u201c beschreibt. Dem Beispiel ihrer Kleriker folgend, verst\u00e4rken die Medien und andere \u00f6ffentliche Meinungsmacher die Affen-Schwein-Verunglimpfung im \u00f6ffentlichen Bewusstsein der Muslime.<\/p>\n<p>Salim \u2019Azzouzvon der \u00e4gyptischen Liberalen Partei schrieb, die Juden \u201e<i>sind<\/i> wirklich Schweine und Affen\u201c und ihnen nicht nur \u00e4hnlich.<\/p>\n<h2>Vernichtungspl\u00e4ne<\/h2>\n<p>Unheilverk\u00fcndend zeigt diese Kombination \u2013 Degradierung von Juden zu menschenunw\u00fcrdigen Tieren und die Vorhersage ihrer Vernichtung \u2013 islamische Vernichtungspl\u00e4ne, die nicht weniger abscheulich sind als die der Nazis. Das erinnert an Nazi-Propagandafilme, die Juden als Ratten und Ungeziefer darstellten, um die deutsche \u00d6ffentlichkeit gegen sie aufzuhetzen. Das ebnete den Weg f\u00fcr Auschwitz.<\/p>\n<p>Wundert es da, dass heute antisemitische Bestseller wie die <i>Protokolle der Weisen von Zion<\/i> und Hitlers <i>Mein Kampf <\/i>praktisch in jedem Buchladen in der gesamten muslimischen Welt zu kaufen sind? Wundert es da, dass Armeen und terroristische Milizen im Nahen Osten den Nazigru\u00df \u00fcbernommen haben? Oder dass der Gro\u00dfmufti von Jerusalem, Haj Amin al-Husseini, ein bezahlter Verb\u00fcndeter Hitlers war, der sich mit ihm und anderen Nazigr\u00f6\u00dfen in Berlin traf, in der Hoffnung, die Endl\u00f6sung nach Pal\u00e4stina zu bringen? Oder dass antisemitische politische Karikaturen, \u00e4hnlich wie in <i>Der St\u00fcrmer,<\/i> heute normal in der arabischen Presse sind?<\/p>\n<p>Oder dass Saddam Hussein und Muammar Gaddafi Atomwaffen nachjagten und Mahmud Ahmadinedschad es noch immer tut, mit dem erkl\u00e4rtem Ziel, Israel zu zerst\u00f6ren? Oder dass der Anf\u00fchrer der Hisballah, Scheich Hasan Nasrallah, behauptete, er hoffte, alle Juden w\u00fcrden nach Israel ziehen, dann w\u00fcrde es leichter, sie zu t\u00f6ten, und man m\u00fcsse sie nicht auf der ganzen Welt zusammensuchen?<\/p>\n<p>Zweifelsohne gibt es viele Muslime, die diese absto\u00dfenden Ideologien ablehnen, obwohl es sich um traditionelle <i>Mainstream<\/i>-Islam-Theologie handelt. Viele Individuen sind bedeutend liberaler in ihrem Verst\u00e4ndnis muslimischer Texte, vielleicht sogar kritisch ihnen gegen\u00fcber. Es gibt Muslime, die Juden und Christen sch\u00e4tzen und ihnen Gutes w\u00fcnschen. Es gibt auch Muslime, inklusive einiger Imame, wie die Gruppe Muslime f\u00fcr Israel, die Israel grunds\u00e4tzlich unterst\u00fctzen, da es eine offene, demokratische Gesellschaft ist. Es gab Muslime, wie den iranischen Diplomaten Abdol-Hossein Sardari, der im Holocaust Juden rettete. Solche sind einer Freundschaft w\u00fcrdig.<\/p>\n<p>Doch vor den Muslimen (auch im Westen), die bei den Themen Terrorismus, 11.\u00a0September, Demokratie, Menschenrechte in muslimischen L\u00e4ndern oder Israels Existenzrecht ausweichen, sollte man sich h\u00fcten, denn dahinter lauert eine Ideologie, die nicht weniger unheimlich ist, als die der Nazis.<\/p>\n<p>An diejenigen Christen, die das Yale-Dokument und an die Muslime, die ihre eigene Erkl\u00e4rung unterzeichnet haben, habe ich ein paar Fragen: Wenn es so gro\u00dfe Gemeinsamkeiten zwischen den Glaubensrichtungen gibt, und wenn wir alle dem Grunde nach dasselbe glauben und wollen, warum f\u00fchlen sich zum einen Muslime in vorwiegend christlichen L\u00e4ndern des Westens frei, und sind nicht vom Tode bedroht, w\u00e4hrend zum anderen Christen, Juden und andere Nichtmuslime, die in muslimischen L\u00e4ndern leben, ihren Glauben <i>verbergen<\/i> m\u00fcssen, in Angst leben und oft fl\u00fcchten? Warum k\u00f6nnen im Westen relativ leicht Moscheen gebaut werden, w\u00e4hrend in muslimischen L\u00e4ndern nicht-muslimische Gottesh\u00e4user nur unter strengen Auflagen gebaut oder sofort verboten werden?<\/p>\n<p>Warum fl\u00fcchten heute massenweise Christen aus dem Nahen Osten, wie vor 60 Jahren w\u00e4hrend der Pogrome \u00fcber 800.000 friedliche j\u00fcdische Einwohner aus arabischen L\u00e4ndern fliehen mussten? Warum fliehen Muslime nicht aus christlichen L\u00e4ndern? Warum fliehen sie nicht aus Israel?<\/p>\n<p>Au\u00dferdem, warum gehen <i>im Westen<\/i> nicht massenweise Muslime auf die Stra\u00dfe, um gegen den Machtmissbrauch arabischer Diktatoren, wie in Syrien, zu protestieren? So, wie sie es bei vermeintlichem Machtmissbrauch der Amerikaner und Israelis tun? Wo bleibt da die Gemeinsamkeit von Werten, die Gemeinsamkeit des Glaubens?<\/p>\n<p>Vielleicht ist all das H\u00e4ndesch\u00fctteln ein bisschen verfr\u00fcht.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr denn je suchen Christen und Juden bei f\u00fchrenden Muslimen interreligi\u00f6sen Dialog. Doch gibt es Gr\u00fcnde, warum dies unklug ist. Im verzweifelten Bem\u00fchen \u201eGemeinsamkeiten\u201c zu pr\u00e4sentieren, erfinden diese Dialogeiferer gemeinsame Ansichten, um ihre Agenda zu untermauern. Dabei stellen sie schlichtweg verkehrte Vermutungen \u00fcber den Islam an. 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